Prof. Dr. Elisabeth Wenger
Professur für Entwicklungspsychologie
Fon: 0331 74 51 13 00
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Prof. Dr. Elisabeth Wenger
Professur für Entwicklungspsychologie
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Professur für Entwicklungspsychologie
Biographie
Seit 2023 ist Elisabeth Wenger Professorin für Entwicklungspsychologie an der Fakultät Gesundheit und Sport der Health and Medical University Potsdam. Zuvor war sie von 2015 bis 2023 am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin im Forschungsbereich Entwicklungspsychologie tätig, zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin und später als Leiterin der Forschungsgruppe „Mechanismen und sequentielle Progression von Plastizität“. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich insbesondere mit struktureller Gehirnplastizität, also der Fähigkeit des Gehirns, sich an neue Anforderungen anzupassen. Ihre Promotion schloss sie 2014 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Note summa cum laude ab. In ihrer Dissertation untersuchte sie die zeitlichen Dynamiken von Veränderungen der grauen Substanz. Während dieser Zeit war sie Teil der internationalen Max Planck Research School „The Life Course: Evolutionary and Ontogenetic Dynamics“ und wurde von Prof. Dr. Martin Lövdén am Karolinska Institut in Stockholm betreut. Von 2003 bis 2010 studierte Elisabeth Wenger zunächst Englisch, Geschichte und Psychologie an der Universität Wien und anschließend Psychologie an der Freien Universität Berlin.
Lehrveranstaltungen
An der HMU Potsdam lehrt Elisabeth Wenger in den Bereichen Entwicklungspsychologie und Biopsychologie und hält Vorlesungen und Seminare zu verschiedenen Themenfeldern ab. Zuvor war sie in der Lehre an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Hochschule Fresenius tätig, wo sie Veranstaltungen in Biologischer Psychologie, Allgemeiner Psychologie, Entwicklungspsychologie und Psychologischer Diagnostik durchführte. Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin betreute sie Bachelor-, Master- und Promotionsstudierende und begleitete diese bei der Planung, Durchführung und erfolgreichen Fertigstellung ihrer Abschlussarbeiten.
Forschung
Institute for Mind, Brain and Behavior
Die Arbeitsgruppe Wenger interessiert sich dafür, wie Plastizität zur Entwicklung sowohl auf der Verhaltens- als auch auf der neuronalen Ebene beiträgt. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf dem zeitlichen Verlauf anatomischer Veränderungen der grauen Substanz im Erwachsenenalter im Zusammenhang mit unterschiedlichen Formen des Kompetenzerwerbs im motorischen und auditorischen Bereich. Darüber hinaus widmet sie sich der Untersuchung gesunden Alterns. Durch den Einsatz kognitiver Trainingsformen – wie räumlicher Navigation, Fremdsprachenerwerb und körperlichem Training – als experimentelle Ansätze zur Untersuchung plastischer Veränderungen verfolgt sie das Ziel, zum Verständnis neuronaler Plastizität sowie ihrer fördernden und einschränkenden Faktoren beizutragen. Dabei verfolgen Elisabeth Wenger und ihre Mitarbeiter einen interdisziplinären Ansatz, in dem sie theoretische Perspektiven der Entwicklungspsychologie mit solchen aus Biologie und Systemneurowissenschaften verbinden, um neuronale Veränderungen infolge von Lernprozessen besser zu verstehen. Zu diesem Zweck nutzt die Arbeitsgruppe unterschiedliche methodische Zugänge, insbesondere longitudinale Trainingsstudien, strukturelle und funktionelle Magnetresonanztomographie sowie verhaltensbezogene Experimente. Als Principal Investigator leitet Elisabeth Wenger ein und ko-leitet ein weiteres Arbeitspaket im EU-geförderten TEIDe-Konsortium (2025–2028, Horizon Europe) zur Entwicklung maßgeschneiderter Trainingsinterventionen zur Demenzprävention.
Publikationen
Eine Übersicht über die Veröffentlichungen finden sich hier:
ORCID
ResearchGate
GoogleScholar