Prof. Dr. Malte Jansen

Professur für Pädagogische Psychologie


Werdegang

Malte Jansen studierte Psychologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Diplom 2010). Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand war er danach am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), An-Institut der Humboldt Universität Berlin tätig, das sich u.a. mit der Entwicklung von Kompetenztests und der Durchführung von großen Schulleistungsstudien (Large-Scale-Assessments) im Bildungsbereich beschäftigt. Malte Jansen promovierte 2014 am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität mit einer kumulativen Arbeit zu Fähigkeitsselbstkonzept von Schüler:innen in den naturwissenschaftlichen Fächern (Betreuer: Oliver Lüdtke, Ulrich Schroeders, Hans Anand Pant). Für seine Dissertation erhielt er 2015 den internationalen SELF PhD Award für Selbstkonzept- und Motivationsforschung. Danach war er als Postdoc am DIPF|Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in der Abteilung „Struktur und Steuerung des Bildungswesens“ (Kai Maaz) tätig, wo er an der BERLIN-Studie mitarbeitete, einer längsschnittlichen Multikohortenstudie zur Evaluation der Schulstrukturreform in Berlin.

Im Jahr 2017 kehrte er als wissenschaftlicher Leiter des Forschungsdatenzentrums ans IQB zurück und absolvierte einen Forschungsaufenthalt am Chair of Social Networks (Christoph Stadtfeld) an der ETH Zürich. Von 2016 bis 2019 war er darüber hinaus Fellow in der zweiten Kohorte des internationalen Postdoc-Netzwerks CIDER (College for Interdisciplinary Educational Research) mit weiteren Fellows aus der Pädagogischen Psychologie, Bildungsforschung, Bildungssoziologie und Bildungsökonomie.

Seit 2024 ist Malte Jansen Professor für Pädagogische Psychologie an der HMU Health and Medical University Potsdam.


Lehrtätigkeiten

Malte Jansen lehrte im Zeitraum von 2014 bis 2023 als Lehrbeauftragter an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin, der Universität Potsdam, der Fern-Universität Hagen und der HMU. Er bot sowohl Veranstaltungen im Bachelor- als auch im Masterbereich für Studierende der Psychologie, der Bildungswissenschaften sowie für Studierende in Lehramtsstudiengängen an. Neben der Pädagogischen Psychologie waren darunter auch Veranstaltungen im Bereich der Methodenlehre und der Diagnostik. Darüber hinaus war Malte Jansen auch als Dozent in Methodenworkshops für Nachwuchswissenschaftler:innen zu den Themenbereichen Strukturgleichungsmodelle und Mehrebenenmodelle tätig, z.B. an der Universität Bochum, der Universität Köln und im Rahmen der Summer School der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE).

 

Forschungsschwerpunkte

Malte Jansen arbeitet an der Schnittstelle von pädagogischer Psychologie, empirischer Bildungsforschung und Entwicklungspsychologie im schulischen Bereich. Sein Forschungsansatz ist quantitativ und basiert vor allem auf Sekundäranalysen großer Schulleistungs- und Panelstudien (z. B. IQB-Bildungstrend, PISA, TIMSS, PIRLS).

Ein Forschungsschwerpunkt liegt in der Untersuchung der Struktur, Entwicklung und Effekte schulischer Motivation. Dort wird etwa gefragt, welche motivationalen Merkmale (z. B. Fähigkeitsselbstkonzept und Interesse) für das schulische Erleben von Kindern und Jugendlichen relevant sind, wie sie am besten gemessen werden können, wodurch sie beeinflusst werden und wie auf Basis dieser Erkenntnisse Fördermaßnahmen abgeleitet werden können. Im Bereich der Selbstkonzept- und Interessensforschung bestehen unter anderem Kooperationsbeziehungen zum IPN Kiel (Prof. Oliver Lüdtke), zur Australian Catholic University (Prof. Herb Marsh) und zur Universität Luxemburg (Dr. Christoph Niepel).

Zusätzlich zu diesem Schwerpunkt befasst sich Malte Jansen unter anderem mit diesen Themen:

  • Rolle sozialer Beziehungen für die Entwicklung im Jugendalter (soziale Netzwerkanalyse)
  • Pädagogische Diagnostik (Fragen der Messung z.B. von Motivation, Unterrichtsqualität und Kompetenz)
  • Bedingungsfaktoren und Vergleichbarkeit von Schulnoten
  • Schulische Entwicklung mit Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf
  • Leistungsstarke Schüler:innen: Klassifikation, Leistungsentwicklung und soziale Integration

Darüber hinaus befasst Malte Jansen sich auch mit der optimalen Nutzung von Datensätzen zur Generierung von möglichst robusten und replizierbaren sekundäranalytischen Forschungsbefunden. Dabei ist die gemeinsame und synergetische Nutzung multipler Datensätze (integrative data analysis) und multipler Analysestrategien (multiverse analysis) ein Ziel.

Malte Jansen hat unter anderem Artikel im Journal of Educational Psychology, Learning and Instruction, Contemporary Educational Psychology, Developmental Psychology und Nature Human Behavior veröffentlicht. Er hat erfolgreich Drittmittel bei der DFG, beim BMBF und bei der VolkswagenStiftung eingeworben.

Ein detaillierter CV mit Publikationsliste findet sich hier.

Research Gate:    https://www.researchgate.net/profile/Malte_Jansen

Google Scholar:   https://scholar.google.de/citations?user=Ato7KTEAAAAJ&hl=en

ORCID:  https://orcid.org/0000-0001-7081-6505