Krisen, Beschleunigung, Dauererreichbarkeit – viele Menschen erleben ihre Gegenwart als überfordernd und unübersichtlich. Daraus folgt der Impuls, Unsicherheit durch mehr Kontrolle auszugleichen. Leider verstärkt dieser Reflex häufig das Gefühl innerer Erschöpfung. Die Potsdamer Psychologin Dr. Eva Asselmann, Professorin für Persönlichkeitspsychologie an der HMU Health and Medical University, analysiert dieses Phänomen in ihrem neuen Buch „Too much. Warum wir Kontrolle suchen – und Kraft im Loslassen finden“, das am 12. März 2026 im dtv Verlag erscheint.
Too much: Potsdamer HMU-Professorin stellt neues Buch vor
„Nicht nur die Welt überfordert uns“, sagt Asselmann. „Oft ist es unser Versuch, alles im Griff zu behalten, der uns Kraft kostet. Entscheidend ist nicht maximale Kontrolle, sondern das Erleben von Selbstwirksamkeit.“ Asselmann argumentiert wissenschaftlich fundiert, dass nicht zusätzliche Kontrolle uns stabilisiert, sondern die Fähigkeit, auch unter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.
In ihrer Forschung untersucht Asselmann seit Jahren, wie Selbstwirksamkeit entsteht, warum sie unter chronischer Belastung oft brüchig wird und wie sie gezielt gestärkt werden kann. Im Zentrum ihres Buches steht ein Sechs-Wochen-Modell zur Stärkung von Selbstwirksamkeit. Ziel ist es, Klarheit und innere Stabilität zurückzugewinnen.
Am Freitag, den 13. März 2026, 19 Uhr, stellt Eva Asselmann ihr Buch im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann vor. In einem moderierten Gespräch mit Nadine Kreutzer geht es um die zentralen Thesen des Buches und die zugrundeliegende Forschung.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.
Kompakt
Was: Buchpremiere „Too much“
Wann: Freitag, 13.03.2026, 19 Uhr
Wo: KulturBühne, Friedrichstraße 90, 10117 Berlin
Wer: Prof. Dr. Eva Asselmann, Jahrgang 1989, ist Professorin für Differentielle und Persönlichkeitspsychologie an der HMU in Potsdam. Sie forscht international zu Persönlichkeitsentwicklung, Stress und Prävention.