IRO-Group-Studie: Medizinstudierende offen für interprofessionelle Ausbildung
Über 80 Prozent der Medizinstudierenden im IRO-Hochschulverbund (MSH, MSB, HMU Potsdam und HMU Erfurt) befürworten die Integration von interprofessioneller Ausbildung (IPE) in das reguläre Studium.
Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die von vier Wissenschaftler:innen der Health and Medical University in Potsdam und der Medical School Hamburg durchgeführt wurde.
Laut der Befragung von 256 angehenden Mediziner:innen aus dem IRO-Netzwerk haben insbesondere Frauen eine positive Haltung gegenüber IPE. Gleichzeitig nimmt die Bereitschaft, an interprofessionellen Lehrformaten teilzunehmen, in höheren Semestern tendenziell ab.
Die drei am besten für IPE geeigneten vorklinischen Fächer sind laut der befragten Studierenden Psychologie / Soziologie, Anatomie und Physiologie. Als die drei am besten mit IPE vereinbaren klinischen Fächer wurden Psychiatrie, Psychosomatik und Allgemeinmedizin bewertet.
Angesichts der Studienergebnisse und der gemessenen positiven Grundhaltung gegenüber IPE, empfehlen die Forschenden eine frühe Implementierung entsprechender Programme ins Curriculum. Durch frühe interprofessionelle Angebote sollen „berufliche Silos“ aufgebrochen werden.
In der Studie wurden erstmals die Einstellungen zu IPE an privaten medizinischen Hochschulen in Deutschland untersucht. Das Ziel von IPE: Studierende verschiedener Gesundheitsberufe lernen frühzeitig von- und miteinander, um die spätere Zusammenarbeit in der Patient:innenversorgung zu optimieren und die Sicherheit der Patient:innen weiter zu erhöhen.