Gemeinsame Presseerklärung Klinikum Ernst von Bergmann und HMU Health and Medical University Potsdam
Erfolgreiche Kooperation wird weitergeführt und optimiert
HMU und Klinikum Ernst von Bergmann stärken auch künftig gemeinsam den ärztlichen Nachwuchs für Brandenburg
Potsdam, 22.03.2026
Brandenburg benötigt mehr Ärztinnen und Ärzte – insbesondere im ländlichen Raum. Die HMU Health and Medical University Potsdam und das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam leisten hierzu seit über fünf Jahren einen wichtigen und stetig wachsenden Beitrag. Mit steigenden Studierendenzahlen, praxisnaher Ausbildung und einem beispielgebenden Kooperationsmodell stärken sie nachhaltig die medizinische Ausbildung im Land. Aktuell studieren rund 1.160 angehende Medizinerinnen und Mediziner im 12-semestrigen Staatsexamensstudiengang Humanmedizin. Davon befinden sich 524 Studierende im klinischen Abschnitt (5. bis 11. Semester) und absolvieren ihre praktische Ausbildung zunächst auf der Lehrstation und dann am Krankenbett im Klinikum Ernst von Bergmann. Für die Qualität der Ausbildung sprechen Bestehensquoten von 97 % im 2. Staatsexamen. 61 angehende Ärzte- und Ärztinnen werden in diesem Jahr erstmal ihre Approbation erwerben.
Für die Lehre auf der Lehrstation, den Unterricht am Krankenbett sowie Prüfungen und Betreuung haben die Partner gemeinsam qualifiziertes Personal ausgewählt, welches vollständig durch die HMU finanziert wird. Ergänzend stellt die HMU Personal für Organisation, Koordination u.a. Planung der Lehre bereit und hält zudem universitätseigene Forschungslabore und gezielte Programme zur Nachwuchsförderung, die zugleich die Attraktivität des Klinikums als Arbeitgeber erhöhen, vor.
Die Zusammenarbeit ist vertraglich im Kooperationsvertrag und in Dienstleistungs- und Mietverträgen verbindlich geregelt. Der laufende Prozess der Entwicklung der Zusammenarbeit von HMU und Ernst von Bergmann erfordert, regelmäßig die vertraglichen Vereinbarungen zu überprüfen und an die Prozesse anzupassen.
Vor diesem Hintergrund hat sich der Aufsichtsrat des Klinikums Ernst von Bergmann am Freitag, 20. März 2026 in seiner Sitzung mit dem Kooperationsvertrag, der 2019 geschlossen wurde, befasst und beschlossen, den Kooperationsvertrag mit der HMU an die Entwicklungen der letzten Jahre mit dem Ziel anzupassen, sowohl den Studien- und Forschungsbetrieb zu sichern als auch die Belange des KEvB angemessen zu berücksichtigen
Die Kooperation zeigt, wie innovative Ausbildungsmodelle zur Sicherung der medizinischen Versorgung beitragen können. „Unser Ziel bleibt weiterhin, exzellent ausgebildete Ärztinnen und Ärzte für Brandenburg zu gewinnen und langfristig im Land zu halten. Die Rahmenbedingungen für die enge Verzahnung von universitärer Lehre, klinischer Praxis und Forschung auf höchstem Niveau müssen dazu selbstverständlich für beide Partner vertraglich abgebildet sein“, so Ilona Renken-Olthoff, Geschäftsführerin der HMU.
Tomislav Gmajnic, Geschäftsführer des Klinikums Ernst von Bergmann, ergänzt: „Die Kooperation mit der HMU verbindet hochwertige Ausbildung mit klinischer Praxis und stärkt zugleich unsere Rolle als leistungsfähiger Gesundheitsversorger. Dass viele Absolventinnen und Absolventen ihre Facharztausbildung bei uns fortsetzen möchten, zeigt die Qualität dieses gemeinsamen Weges.“