Prof. Dr. David Kaul
Professur für Strahlentherapie

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Prof. Dr. med. David Kaul

Professur für Strahlentherapie

Biographie

David Kaul wurde in Frankfurt am Main geboren und studierte Humanmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Seine Promotion schloss er 2012 am Institut für Zell- und Neurobiologie der Charité mit summa cum laude ab; das Thema war das Zusammenspiel von Immunologie und Hirnentwicklung. Einen internationalen Forschungsaufenthalt absolvierte er von 2007 bis 2008 am Department of Pathology/Radiology des Massachusetts General Hospital der Harvard Medical School.

Nach der Approbation absolvierte er seine Facharztweiterbildung an der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie der Charité, ergänzt durch ein Jahr an der Klinik für Radiologie. Nach Anerkennung als Facharzt für Strahlentherapie durch die Berliner Landesärztekammer wurde ihm die Habilitation für das Fach Strahlentherapie verliehen; seine Habilitationsschrift trägt den Titel Moderne strahlentherapeutische Verfahren in der Neuroonkologie. Im selben Jahr wurde er zum Oberarzt bestellt. 2021 wurde er zum stellvertretenden Klinikdirektor der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie der Charité berufen. Im Jahr 2024 wurde ihm der Lehrstuhl für Strahlentherapie an der HMU verliehen; seither ist er als niedergelassener Radioonkologe bei der Strahlentherapie Berlin Südwest tätig.

Ergänzend zu seiner klinischen Ausbildung studierte er Bioinformatik an der University of Birmingham. Im Rahmen dieses Studiums vertiefte er seine Kenntnisse in der Analyse von DNA-Methylierungsdaten und entwickelte bioinformatische Methoden zur epigenomischen Tumorklassifikation. Dieses Interesse an der Schnittstelle von Klinik, Methylomics und künstlicher Intelligenz prägt bis heute seinen translationalen Forschungsansatz.

David Kaul ist Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes für die Region Potsdam.

Lehrveranstaltungen

An der HMU Potsdam lehrt David Kaul im Fach Strahlentherapie und Radioonkologie. Von 2019 bis 2024 war er zudem Lehrbeauftragter der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er hat zahlreiche Doktorarbeiten erfolgreich betreut, darunter Arbeiten zu Meningeomen, Hirnmetastasen, Gliomen, Ependymomen und Weichteilsarkomen, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Für seine Lehrkonzepte zum Einsatz künstlicher Intelligenz in der medizinischen Ausbildung erhielt er den Lehrpreis der Charité.

Forschung

Die Forschungsschwerpunkte von David Kaul liegen in der klinisch-translationalen Neuroonkologie und der modernen strahlentherapeutischen Behandlung von Hirntumoren und Hirnmetastasen. Besondere Expertise besteht in der stereotaktischen Radiochirurgie und fraktionierten stereotaktischen Strahlentherapie sowie in der methylombasierten Tumorklassifikation bei Gliomen und Ependymomen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz in der Radioonkologie, etwa zur Verbesserung von Prognosemodellen und zur Auswertung klinischer und molekularer Daten. Er war Principal Investigator mehrerer nationaler und internationaler klinischer Studien, darunter zur kombinierten Immun- und Strahlentherapie bei Hirnmetastasen.

Publikationen

Eine Übersicht der Publikationen findet sich unter:

Google Scholar

Die wissenschaftlichen Arbeiten von David Kaul wurden bislang über 4.000-mal zitiert (h-Index 29, i10-Index 84).

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