Prof. Dr. Michael Grosz
Professur für Psychologische Diagnostik
Fon: 0331 74 51 13 235
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Prof. Dr. Michael Grosz
Professur für Psychologische Diagnostik
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Professor für Psychologische Diagnostik
Biographie
Michael P. Grosz ist seit 2021 W3-Professor für Psychologische Diagnostik an der HMU Health and Medical University, wo er am Institute for Mind, Brain and Behavior forscht und lehrt. Zuvor war er Postdoc an der Universität Münster (Arbeitseinheit Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie, 2019–2021), am GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim (2018–2019) sowie an den Universitäten Mannheim und Tübingen (2017–2018). Er promovierte 2017 an der Universität Tübingen mit einer Arbeit zur Erfassung, Dimensionalität und Entwicklung von Narzissmus im jungen Erwachsenenalter. Im Rahmen seiner Promotion absolvierte er zudem einen fünfwöchigen Forschungsaufenthalt im Labor von Brent Roberts an der University of Illinois at Urbana-Champaign. Seinen Master of Science in Sozial- und Verhaltensforschung erwarb er 2014 an der Universität Tilburg (Niederlande). Zuvor schloss er 2012 an der Universität Wien sowohl einen Bachelor in Psychologie als auch einen Magister in Philosophie ab.
Lehrveranstaltungen
Seit mehreren Jahren hält Michael Grosz Lehrveranstaltungen und betreut Abschlussarbeiten in den Bereichen Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie. Vor seiner Tätigkeit an der HMU lehrte er an der Universität Tübingen, der Universität Mannheim und der Universität Münster. Seine didaktischen Fähigkeiten hat er in dieser Zeit auch dadurch verbessert, indem er von 2015 bis 2018 das Baden-Württemberg Zertifikat für Hochschuldidaktik absolviert hat. An der HMU bietet er in erster Linie Lehrveranstaltungen im Bereich Psychologische Diagnostik an.
Forschung
Institut: Institute for Mind, Brain and Behavior
Die Forschung von Michael P. Grosz verbindet Persönlichkeitspsychologie, psychometrische Methoden und kausale Inferenz. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Stärkung expliziter kausaler Schlussfolgerungen in der nicht-experimentellen Psychologie, etwa durch den Einsatz natürlicher Experimente und kausal informativer Längsschnittanalysen. In diesem Bereich gründete und leitet er das DFG-geförderte wissenschaftliche Netzwerk Explicit Causal Inference in Personality Research (ECIP). Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Entwicklung und Validierung diagnostischer Verfahren, bei der er theoriegeleitete Itemselektion mit innovativen Ansätzen wie Item-Response-Theorie-Modellen und Ameisenkolonie-Algorithmen kombiniert. Inhaltlich untersucht er unter anderem die sozialen Konsequenzen von Persönlichkeitseigenschaften, beispielsweise deren Einfluss auf sozialen Status.
Seine Forschung wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die Ergebnisse sind in internationalen Fachzeitschriften erschienen, darunter Psychological Bulletin, Perspectives on Psychological Science, Journal of Personality and Social Psychology sowie Advances in Methods and Practices in Psychological Science. Open-Science-Praktiken wie Präregistrierung und offene Datenpublikation sind integraler Bestandteil seiner Forschungspraxis
Publikationen
Eine Übersicht über die Veröffentlichungen findet sich hier: