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Forschungscluster: Aging Research and Preventive Medicine

Die verbesserten Lebensumstände der Menschen und der stetige medizinische Fortschritt erhöhen kontinuierlich die Lebenserwartung. So ist gegenwärtig der Anteil von Menschen über 65 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland bei etwa 20%, in Zahlen sind das 17 Millionen Menschen davon über 4 Millionen über 80 Jahre. Im Vergleich zum Beginn des 20. Jahrhunderts sind dies viermal so viele Über-65-Jährige und über zehnmal so viele Über-80-Jährige. In den kommenden Jahren wird sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zwar die Zahl der über-65-Jährigen kaum verändern, aber es wird ein überproportionaler Anstieg der über-80-Jährigen von heute 4 Millionen auf 9 Millionen im Jahr 2060 prognostiziert. Diese demografische Entwicklung hin zu den Hoch- und Höchstbetagten bedingt, dass Krankheitsbilder in den Vordergrund treten, die insbesondere im höheren Alter vorkommen.

Dieser demographische Wandel ist eine große Herausforderung, er bietet aber auch große Chancen. Wenn es gelingt, die Zeit des gesunden Alterns der Menschen zu verlängern, können Belastungen der Gesellschaft und des Einzelnen, die aufgrund des demographischen Wandels entstehen, minimiert werden. Dadurch wird es möglich, das Wissen und die Erfahrung alter Menschen für die Weiterentwicklung der Gesellschaft nutzen zu können. Es gilt, durch innovative Ansätze in der medizinischen Versorgung älterer Menschen und gezielte Prävention, die Zahl der gesunden Lebensjahre zu maximieren und eine möglichst hohe Lebensqualität im Alter sicherzustellen.

Krankheitsbilder wie Demenz oder degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates aber auch Stoffwechselerkrankungen werden zunehmend komplex. Für eine effektive Behandlung braucht es daher die Expertise unterschiedlicher Fachrichtungen. Die HMU deckt mit ihren Leistungsbereichen ein breites Spektrum an Kompetenzen in Gesundheit und Medizin ab.

Diese interprofessionelle und interdisziplinäre Ausrichtung ist eine ideale Voraussetzung für das geplante Forschungscluster am Institute of Aging Research and Preventive Medicine (IARPM). Durch translationale Forschungsansätze sollen die gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar in die Patientenversorgung einfließen. Das IARPM, an dem die traditionelle Trennung von Grundlagenwissenschaften und anwendungsorientierter Forschung aufgehoben ist, bildet den Forschungscluster Aging Research and Preventive Medicine ab und wird organisatorisch in vier Bereiche aufgeteilt: Experimentelle Forschung, Klinische Forschung, Versorgungsforschung und Registerforschung.

Geplante Forschungsprojekte

Mehr zu den geplanten Forschungsprojekten der HMU erfahren Sie in Kürze hier.