Prof. Dr. Ameli Gabel-Pfisterer
Professur für Augenheilkunde
Fon: 0331 74 51 13 00
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Prof. Dr. Ameli Gabel-Pfisterer
Professur für Augenheilkunde
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Biographie
Die Ausbildung zur Fachärztin der Augenheilkunde absolvierte A. Gabel-Pfisterer von 1999 bis 2005 in der Klinik für Augenheilkunde am Klinikum Benjamin-Franklin der Charité Berlin.
Seit 2005 ist A. Gabel-Pfisterer Fachärztin für Augenheilkunde. Bei großer Faszination für die Augenchirurgie wurde sie von Prof. M.H. Foerster in den folgenden Jahren zur Netzhautchirurgin ausgebildet.
Seit 2010 arbeitet A. Gabel-Pfisterer in der Klinik für Augenheilkunde am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, seit 2018 als leitende Oberärztin. Schwerpunkte sind neben der allgemeinen Augenheilkunde die Glaskörper- und Netzhautchirurgie, die ophthalmologischen Traumatologie, die konservative Retinologie und die Frühgeborenenretinopathie.
Lehrtätigkeit
Im Jahr 2024 Beginn der Lehrtätigkeit im Fach Augenheilkunde an der HMU. Seit 2023 Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft `Studentische Lehre´ der DOG. Im 8. Fachsemster werden die Hauptvorlesung, Seminare und Praktika zur klinischen Augenheilkunde angeboten. Seit 2025 steht zur praktischen Ausbildung der virtual reality Simulator für die indirekte Funduskopie zur Verfügung, an dem die Studierenden die Untersuchung des Augenhintergrundes in hochmoderner und patientenunabhängiger Form im realitätsnahen Setting durchführen können.
Wissenschaftliche Tätigkeit
Nach dem Studium der Humanmedizin habe ich begleitend zu meiner Promotion (`Invasionsverhalten von Blasenkarzinomzellen nach sublethaler photodynamischer Therapie`) am medizinischen Laserzentrum Lübeck (MLL) ein Aufbaustudium Zellbiologie absolviert und in diesem Rahmen unter anderem am Institut für Physiologie der Uni Lübeck molekularbiologische Untersuchungen zur VEGF-Regulation an Zellkulturen durchgeführt.
Im weiteren Verlauf meiner Tätigkeit erfolgten zunächst klinische Untersuchungen zur photodynamischen Therapie und chirurgischen Verfahren wie der Membranextraktion bei exsudativer AMD durchgeführt - zu Zeiten als noch keine Anti-VEGF-Antikörper in der Augenheilkunde zur Verfügung standen. An den ersten klinischen Studien zu Anti-VEGF-Antikörpern bei exsudativer AMD und nachfolgenden Untersuchungen war sie in den folgenden Jahren ebenfalls beteiligt.
Unter ihrer Leitung nimmt die Augenklinik am EU-ROP-Register der Universität Greifswald teil, dabei werden europaweit klinische Daten zur stadiengerechten Therapie der Frühgeborenenretinopathie mit Laserkoagulation oder Anti-VEGF-Antikörpern gesammelt und ausgewertet.
Im Dezember 2016 initiierte sie mit H. Agostini und D. Böhringer (Universitätsaugenklinik Freiburg) die deutschlandweite Umfrage zu Augenverletzungen durch Feuerwerk Diese Studie wird seither jedes Jahr an den Tagen um Silvester durchgeführt und verzeichnet inzwischen eine Beteiligung nahezu aller deutschen notdienstleistenden Augenkliniken. Die Daten werden regelmäßig publiziert und sind Grundlage der Habilitationsarbeit. Seit 2025 ist A. Gabel-Pfisterer Sprecherin der AG Trauma der deutschen ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).
Die Kooperation von Klinikum EVB und HMU eröffnet auch in anderen Bereichen Möglichkeiten wissenschaftlicher Tätigkeit: So erfolgte im Oktober 2025 im Rahmen der Fortbildungsreihe `Potsdamer Ophthalmologischer Nachmittag - PON` gemeinsam mit Fr K. Stach-Jablonksi eine Fortbildung über Lipidstoffwechselstörungen und molekulare Therapien bei Diabetes mellitus. Dabei sind gemeinsame Projektideen zu hochauflösenden KI-zugänglichen Gefäßdarstellungen, optischer Kohärenztomographie der Netzhaut und kardiovaskulären Risikofaktoren entstanden, die nun umgesetzt werden.
Im April 2026 werden zwei weitere HMU-Mitglieder ihre Forschungsbereiche vorstellen: Kirsten Wunderlich wird ihre zellphysiologischen Untersuchungen über Hyalozyten und Müllerzellen vorstellen, und die Grundlage für ein gemeinsames Forschungsprojekt der Augenklinik und dem Insititut für Physiologie zu Hyalozyten darstellen. Felix Grassmann wird über epidemiologischen Untersuchungen zur altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) berichten, und auch hieraus wird ein gemeinsames Forschungsprojekt entstehen.
Publikationen