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Prof. Dr. Matthias Guggenmos veröffentlicht komputationales Modell zur Erforschung von Metakognition

Metakognition ist die menschliche Fähigkeit, über eigene Gedanken zu reflektieren – gewissermaßen auf der Metaebene. Einer der wichtigsten Aspekte von Metakognition ist dabei die Fähigkeit, die Sicherheit eigener Entscheidungen und Wahrnehmungen einzuschätzen. Beispiel aus der visuellen Wahrnehmung (siehe Bild): Bin ich mir sicher, dass es sich um einen Stock handelt, oder könnte es auch eine Schlage sein?

Ein neues komputationales Modell von Prof. Matthias Guggenmos ermöglicht es Forscher:innen, diese Fähigkeit mathematisch zu beschreiben. So ist aus psychologischer Forschung bekannt, dass Menschen im Schnitt dazu neigen, ihre Entscheidungssicherheit zu überschätzen. Auch zeigen sich bei verschiedenen psychischen Erkrankungen spezifische Defizite im Bereich Metakognition. Mithilfe des Modells ist es möglich, solche Neigungen – metakognitive Biases oder auch metakognitives "Rauschen" – mathematisch zu beschreiben, und damit unser Verständnis von psychischen Erkrankungen und menschlichem Denken allgemein zu präzisieren. 

Referenz:
Guggenmos, M. (2022). Reverse Engineering of Metacognition. eLife.
doi.org/10.7554/eLife.75420

Der Artikel wurde von der Zeitschrift eLife als aktuelles Highlight hervorgehoben und allgemeinverständlich zusammengefasst: elifesciences.org/digests/75420/is-it-a-stick-or-a-snake


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