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Forschungscluster: Klinische Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie

Die Psychologie gehört zu den Wissenschaften, deren Arbeiten von Wissenschaftlern aus anderen Disziplinen viel zitiert und rezipiert werden. Dies trifft in besonderem Maße auf die klinische Psychologie zu, die das größte Berufsfeld dieser Disziplin darstellt und im Vergleich mit anderen psychologischen Teildisziplinen den größten Anteil an wissenschaftlichen Veröffentlichungen aufweisen kann.

Sowohl die Grundlagen- als auch die anwendungsorientierte Forschung der Bereiche klinische Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie sind deshalb von größter Relevanz für so unterschiedliche Disziplinen wie Gesundheitswissenschaften und Medizin, Biologie und Neurowissenschaften sowie Pädagogik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Umgekehrt ist die klinische Psychologie auch auf die Forschungsergebnisse sowohl anderer Bereiche der Psychologie als auch auf die von Nachbardisziplinen wie der Psychiatrie angewiesen, denn die Erforschung menschlichen Erlebens und Verhaltens sowie die Erforschung, Beschreibung und Diagnose von psychischen Störungen und Krankheitsbildern und deren Verläufe verlangen eine interdisziplinäre Kooperation.

Ein Ziel des Forschungsclusters liegt in der Identifizierung der Bedingungen für eine gute psychische Gesundheit, um so psychischen Störungen und Erkrankungen, die die Gesundheit bedrohen, vorbeugen zu können. Deshalb besteht eine wichtige Fragestellung in der Erforschung der normalen Entwicklung im Kindes-, Jugend-, Erwachsenen- und hohem Alter: Welche Umweltbedingungen, Einstellungen und Verhaltensweisen unterstützen eine gesunde Entwicklung? Hier ist zu berücksichtigen, dass unsere Gesellschaft zunehmend vielfältiger wird, sowohl im Hinblick auf Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund als auch im Hinblick auf eine stetig zunehmende Anzahl von alten Menschen sowie Menschen in einem sehr hohen Alter. Das erfordert einen Forschungsansatz zu den Kriterien für gesunde Entwicklungsprozesse, der sowohl kultursensibel als auch sensibel für altersgemäße Veränderungsprozesse ist. Darüber hinaus ist der Fokus auf einer Forschung zu guter psychischer Gesundheit, zu Präventionsmaßnahmen und zu deren Erhalt auch von hoher gesellschaftlicher Relevanz, denn psychische Störungen und Fehlanpassungen, psychosomatische Erkrankungen sowie Suchterkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen von vorübergehender Arbeitsunfähigkeit, Frühverrentung und vorzeitiger Sterblichkeit.

Ein weiteres Ziel liegt in der Erforschung, Beschreibung und Diagnose psychischer Störungen und psychischer Krankheitsbilder. Hierzu gehören u.a. die Weiterentwicklung und Evaluation von Therapieprogrammen für einzelne Störungsbilder sowie Forschung zu den Wirkungsweisen von Psychotherapie.  

Den Fragestellungen gemeinsam ist die Berücksichtigung des komplexen und dynamischen Zusammenspiels bio-psycho-sozialer Faktoren. Für eine erfolgreiche Forschungsarbeit sind der wissenschaftliche Austausch und die Kooperation mit anderen Disziplinen ein entscheidender Vorteil.

Geplante Forschungsprojekte

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